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Jahreshauptversammlung 2015

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Beitrittserklärung

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Baumschnittkurs in Antweiler

An einem teils sonnigen, dennoch nicht ganz warmen Samstagmorgen konnte der neue Streuobstwiesenverein „Ahr/Eifel“ etwa 20 interessierte Frauen und Männer begrüßen, die alle nur eines wollten: Wie kann ich meinem Baum Gutes tun? Wie schneiden oder doch nicht schneiden?

Beredte Antworten theoretischer und praktischer Art gab Hilla Frings, Agraringenieurin und Gärtnerin aus Nettersheim. Seine Wiese mit alten und relativ neuen Obstbäumen hatte Ewald Gillig, Besitzer der Mühle in Antweiler, dankenswerterweise zur Bearbeitung zur Verfügung gestellt.

Vor der aktiven Arbeit standen einige theoretische Überlegungen zur Diskussion: Warum überhaupt schneiden, geht es nicht ohne? Klare Antwort von Hilla Frings: „Die Natur ist nicht darauf angelegt, dem Menschen möglichst viel schönes und großes Obst zu bescheren, sondern allein auf Fortpflanzung auf Vermehrung – auch und gerade über kleine Früchte in großen Mengen, für den Menschen wirtschaftlich wenig interessant.“

Also macht sich der Mensch daran, die Menge über den Baumschnitt zu begrenzen, die Früchte somit zu vergrößern, sie für den Menschen nutzfähig zu machen.

Eindeutiger Schluss: Wer das nicht will, der kann für die Natur, für die Vögel, für die Vermehrung viele Früchte am Baum zulassen, der braucht keinen Baumschnitt!

Hinweise auf notwendige und gute Werkzeuge, auch einige „Trockenübungen“ an Ästen sowie Anmerkungen zur Sicherheit beim Baumschneiden rundeten die Theorie ab … alle waren gespannt auf den praktischen Teil.

Ganz alte Bäume und etwa 3 bis 10-jährige Bäume standen zum Schnitt zur Verfügung. Ganz wichtig für alle: Betrachten des Baumes von allen Seiten, Überlegungen anstellen, wie soll der Baum in 5 Jahren, 10 Jahren oder noch weiter hinaus aussehen? Schneiden heißt: Ich zwinge dem Baum ein Gesicht auf! Die Auffassung „besser falsch schneiden als gar nicht“, lässt bei manchem Teilnehmer den Mut beim und zum Schnitt aufkommen!

Auch wenn nicht alle mit dem „gemeinsamen“ Ergebnis am 10-jährigen Baum aus ästhetischen Gründen zufrieden waren, die Notwendigkeit zum Schnitt wurde eingesehen.

Am Nachmittag sahen zwei alte, ein 10-jähriger und ein 3-jähriger Baum recht verändert aus, die Zustimmung zu dem Kurs war bei allen hoch und Vorsitzender Peter Richrath konnte neue Mitglieder für den Verein gewinnen.

Pressemitteilung 15. März 2011 Streuobstwiesenverein „Ahr/Eifel“

Allgemeines zu Streuobstwiesen
Streuobstwiesen (auch Obstwiesen, Obstgarten, Bitz oder Bongert) sind Plantagen
mit hochstämmigen Obstbäumen verschiedener Arten und Sorten. Streuobstwiesen zeichnen
sich durch Ihre Bewirtschaftung ohne synthetische Mittel und durch Ihre Mehrfachnutzung aus.
Die Wiese wird auch zur Heugewinnung oder als Viehweide genutzt.
Baumschnittkurs in Antweiler

Erfreuliche neue Aktivitäten für Landwirtschaft und Naturschutz

Waren im Dezember noch Eis und Schnee ein Hindernis, beim zweiten Anlauf hat es am 19. Januar 2011 ohne Probleme in Antweiler geklappt: Die Gründung des Vereins für Streuobstwiesen „Ahr/Eifel“. Versammlungsleiter war Verbandsbürgermeister Hermann-Josef Romes, der den vorliegenden Entwurf einer Satzung mit der Versammlung erörterte und von ihr gewünschte Veränderungen übernahm und in die endgültige und von allen Teilnehmern verabschiedete Satzung einarbeitete. Anschließend trat die überwältigende Mehrheit der Anwesenden dem neu gegründeten Verein mit ihrer Unterschrift bei.

Hervorgegangen ist der Verein, der jetzt zur Eintragung ins Vereinsregister im Amtsgericht in Koblenz und zur Anerkennung der Gemeinnützigkeit ansteht, aus dem regelmäßig weiterhin aktiven Arbeitskreis „Landwirtschaft und Umwelt“ des Standortmarketings der Verbandsgemeinde Adenau. „Der einzig verbliebene Arbeitskreis mit einer Vielzahl von Veranstaltungen in den letzten Jahren“, wie Bürgermeister Romes betonte.

Ziel und Zweck des Vereins ist die Förderung des Natur-, Landschafts- und Umweltschutzes rund um das Streuobst, die Betreuung von hochstämmigen Altanlagen wie auch die Anlage von neuen Wiesen mit erhaltenswerten einheimischen, hochstämmigen Obstsorten, insbesondere aber nicht ausschließlich der Apfelsorten.

Wie die Natur, so soll die Bevölkerung auch von den Aktivitäten der Vereinsmitglieder profitieren: Allgemeine Informationen über die Streuobstwiesen, Seminare mit Schnittkursen ebenso wie die Verkostung und der Erwerb von Obstsäften sollen angeboten werden.

Die anschließenden Wahlen der Vereinsmitglieder zum Vorstand erfolgten offen, mit großer Bereitschaft und mit einstimmigen Ergebnissen für die Mitglieder aus ganz unterschiedlichen Orten der Verbandsgemeinde.

Vorstandsmitglieder

Vorsitzender: Peter Richrath, Antweiler, Bergstraße 21

Stellvertreter: Winfried Sander, Leimbach, Bellerwiese 32

Schatzmeister: Reinhard Fuchs, Kaarst, Hülser Weg 25

Beisitzer:

Pia Streicher, Trierscheid, Kehrstr. 4

Alfons Ginster, Reifferscheid, Rodderweg 22

Ewald Gillig, Antweiler, Rodderweg 8

Wilfried Lamberty, Antweiler, Rodderweg 5

Bürgermeister Romes wünschte dem neuen Verein mit dem gewählten Vorsitzenden Peter Richrath aus Antweiler viel Glück und gutes Gelingen.

Foto mit Namen von links nach rechts:

Hermann-Josef Romes, Pia Streicher, Wilfried Lamberty, Winfried Sander, Reinhard Fuchs, Ewald Gillig, Peter Richrath, Alfons Ginster

(25.1.2011)

Pressemitteilung 17. Mai 2011 Streuobstwiesenverein „Ahr/Eifel“

Streuobstwiesenverein Ahr/Eifel in Aktion

Zwar erst seit Ende letzten Jahres gegründet, aber schon sehr lebendig: der Streuobstwiesenverein Ahr/Eifel mit Sitz in Antweiler.

In Antweiler entstand neben dem Gemeindehaus im Zuge einer Straßenbaumaß-nahme eine freie Fläche: Platz zum Pflanzen eines einheimischen Kirschbaums durch den Verein in Anwesenheit von Ortsbürgermeister Egon Honerbach und etlicher Vereinsmitglieder.

Die vom ehemaligen Ortsbürgermeister Helmut Krüger in Ahrbrück betreute Modellstreuobstwiesenanlage sowie dessen Betriebes zur Erzeugung von Obstsäften war Ziel einer nachmittäglichen Sonntagsexkursion einer Reihe von Mitgliedern des Vereins mit dem Vorsitzenden Peter Richrath aus Antweiler an der Spitze.

Fortbildung stand auch auf dem Programm der Kämpfer für den Erhalt und der Ausweitung der Streuobstwiesen in der Eifel: Das Dienstleistungszentrum Ländlicher Raum Rhein-Nahe-Hunsrück bot im Kloster Himmerod bei Wittlich eine ganztägige Veranstaltung zur ökologischen Bedeutung von Streuobstwiesen und deren Vermarktung an, an der drei Vorstandsmitglieder an einem Samstag teilnahmen.

Auch ehrenamtliche Vereine brauchen finanzielle Unterstützung, um die vom Vereinsvorsitzenden und seinem Stellvertreter Winfried Sander aus Leimbach beim Vorstandvorsitzenden Dieter Zimmermann von der Kreissparkasse Ahrweiler bei einem Termin in Adenau erfolgreich nachgesucht wurde.

Peter Richrath und Winfried Sander bereiten zurzeit die Erstellung eines Baumkatasters zu Streuobstwiesen an der Ahr und den Hängen der Eifel vor. Hierfür wird u.a. das von der Kreissparkasse gesponserte elektronische Speichergerät mit GPS-Funktion (Speicherung von genauen Ortsangaben) eingesetzt. Mit dem Gerät lassen sich anschließend die Daten auf digitale Karten übertragen. Es ermöglicht so eine gute und genaue Übersicht über den Bestand an Ostbäumen im lokalen Einzugsbereich des Vereins.

Weitere Aktionen (Exkursionen, Schnittkurse und ein Safttag im Herbst sowie die Zusammenarbeit mit Grundschulen) sind in Vorbereitung.

Text und Fotos: Winfried Sander (rechtefrei für die Presse)

(28.5.2011)

2. Streuobstwiesenfest 18/19.10.2014 Marktplatz und Mühle Gillig in Antweiler/Ar
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